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AUSSTELLUNGSPROJEKT


EHEMALIGE SYNAGOGE

OERLINGHAUSEN, ERFURT, WITTLICH, SCHWABACH



In meinen Arbeiten untersuche und vergleiche ich Zeichen abstrakter Kommunikationsmittel. Sie umfassen Zeichensysteme von der vorgeschichtlichen Felsmalerei bis hin zur heutigen elektronischen Datenverarbeitung. Sie stammen unter anderem aus der Geschichte, der Völkerkunde, der Schriftforschung, den Religionen oder den Naturwissenschaften. Dabei steht die grafische Qualität der Zeichen im Vordergrund und nicht deren philosophische Inhalte oder naturwissenschaftliche Bedeutungen.

In den Synagogen Oerlinghausen, Erfurt, Wittlich und Schwabach erinnert nur noch wenig an die ehemalige religiöse Bedeutung dieser Räume und die darin vollzogenen Rituale. Mit meinem Ausstellungsprojekt möchte ich diese Bedeutung in Erinnerung rufen und an ihren ursprünglichen Ort zurückführen. Die Arbeit des raumbezogenen Projektes basiert auf der Hebräischen Quadratschrift. Diese Schrift besteht aus 22 Buchstaben und ist eine der ältesten Schriften der Welt, abgeleitet vom phönizischen Alphabet. Sie ist eine Heilige Schrift. Laut rabbinischer Überlieferung schrieb Jahve seine Gebote mit schwarzem Feuer auf weißes Feuer, das in seinem Schoß lag. Versinnbildlicht ist das bis heute durch das rituelle Schreiben der Thorarolle (die Fünf Bücher Moses) und der heiligen Bücher mit schwarzer Quadratschrift (schwarzes Feuer) auf weißer Pergamenthaut von koscheren Tieren (weißes Feuer). Erst durch die Vereinigung von beidem entstehen Jahve Gebote und dadurch Jahve selbst. Damit wird den Buchstaben der Quadratschrift große schöpferische Kraft verliehen. Jahve schuf mit seinem Wort Himmel und Erde. Wenn ein gläubiger Jude einen Buchstaben dieser Schrift ausspricht, weckt er damit dessen göttlichen Funken, welcher zurückkehrt in das himmlische Zentrum/Jahve, wo dieser Funke hervorgebracht wurde. Die Werkgruppe zur Hebräischen Quadratschrift besteht aus 22 quadratischen Einzelblättern in der Größe von je 70 x 70 cm. Der Untergrund ist Papier, das weiße Lasuren über Farbschichten aus Gelb, Rot und Grau trägt. Dabei liegt dem weißen Untergrund der Gedanke an das oben genannte weiße Feuer zugrunde. Weiterhin spiegelt der weißliche Untergrund mit seinen Gelb-, Rot- und Grauschattierungen die Wüste wieder. Diese umgibt das Volk Israel von seinen Anfängern bis heute. Weiß ist deshalb auch das Tischtuch am Sabbat. Es erinnert an das an diesem Tag vom Himmel auf die Wüste gefallene Manna. Die abgewandelten und veränderten Buchstaben der Quadratschrift erscheinen auf dem weißen Untergrund in der Farbe Blau. Laut eines alttestamentarischen Gebotes (4. Moses, Kap. 15, Vers 38–41) soll an den vier Ecken der antiken jüdischen Gewänder eine Quaste (Zizith) angebracht werden. Diese Quasten bestehen aus Schaufäden. Einer dieser Fäden muß die Farbe Blau haben. Sooft der Gläubige diese Quasten ansieht soll er an die Gebote Jahves denken und sie befolgen. Heute ist das Blau in den Quasten verloren gegangen. Das antike Gewand verwandelte sich in einen Gebetsschal (Tallit) mit vier weißen Quasten an den Ecken. Trotzdem blieb die religiöse Bedeutung der Farbe Blau als Inbegriff der jüdischen Farbe erhalten, die Farbe der Göttlichkeit und des Gleichgewichts zwischen Schwarz und Weiß, Tag und Nacht, Höhe und Tiefe.

Eine Publikation soll die Ausstellung begleiten. In ihr sollen die 22 bearbeiteten Schriftzeichen abgebildet werden. Hinzu kommen einige Abbildungen mit den Schriftzeichen im Raum. Weiterhin soll sie einen kunstwissenschaftlichen Text und einen Text zur hebräischen Quadratschrift von einem Mitarbeiter/einer Mitarbeiterin des Martin Buber Instituts der Universität zu Köln enthalten. Der Titel der Publikation und der Ausstellung lautet wie die erste Zeile der Thora (Genesis Kap. 1, Vers 1)

 ERSTE ZEILE DER THORA
(Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde), in Hebräischer Quadratschrift.

Wie oben ausgeführt, soll mit diesem Projekt an die einstige religiöse und sakrale Bedeutung dieses Raumes erinnert werden. Durch die Wahl der Schriftzeichen und deren Farbigkeit kehrt diese Bedeutung wieder in den Raum zurück. Schrift und Farbe sind Bestandteil der Thora und des Tallits, sie sind Zeichen religiöser Gedanken und ritueller Handlungen.

Johannes Senf                                                                                                                                                                                                Köln 1997
HEBRÄISCHE QUADRATSCHRIFT
HEBRÄISCHE QUADRATSCHRIFT
1996; Kremepigmente, Acrylat, Archesbütten; 22teilig, je 71 x 71 cm
IM RESERVAT DER ZEICHEN

zu der Arbeit von Johannes Senf im Kunstverein Oerlinghausen


Im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit von Johannes Senf steht die Beschäftigung mit Zeichensystemen, also mit abstrakten, allgemeingültigen Informationsträgern. Seit etwa sechs Jahren sammelt der Künstler Zeichenfamilien aus allen denkbaren kulturellen und naturwissenschaftlichen Zusammenhängen. Er ordnet, entziffert und vergleicht sie und entwickelt daraus die Elemente seiner mehrteiligen Wandarbeiten. Auslöser seines Interesses an den Zeichencodes der Welt war eine Reise nach Hongkong, wo ihn die Reklameschriftzeichen im Straßenbild faszinierten, obwohl - oder vielleicht gerade weil - sie ihm inhaltlich verschlossen blieben. Wenn er sich seither mit Zeichen, Codes und Chiffren befaßt, so betrachtet er daran immer zuerst, wie damals in Hongkong, das graphische Erscheinungsbild, bevor er sich an die Entschlüsselung und Verarbeitung der enthaltenen Botschaften macht. Ein ausgeprägter Hang zur Systematik, klare Kontinuität der Konzeption und präzise handwerkliche Umsetzung seiner Ideen sind die Grundpfeiler, auf denen Senf seine Ausstellungsprojekte der vergangenen Jahre aufgebaut hat. Ganz besonders aber ist es der Ortsbezug, der jedem seiner Projekte eine unverwechselbare, individuelle Note verleiht. Ich spreche bewußt von Orts- und nicht von Raumbezug, denn der Ort, auf den eine Arbeit Bezug nimmt, muß nicht identisch sein mit dem Ausstellungsraum sondern kann auch die Stadt oder die Region einbeziehen. Denn in erster Linie geht es dem Künstler um den Bau von geistigen "Brücken" zwischen der historischen oder gegenwärtigen Funktion eines Ausstellungsortes und einem bestimmten, diesem zuzuordnenden Zeichensystem. So hat sich Johannes Senf 1997 in einer Arbeit für den Kölner Kabelproduzenten Felten & Guilleaume mit dem Ausgangsmaterial der Kabel, dem Kupfer, beschäftigt. Eine auf Kupfer bezogene Auswahl der Geheimzeichen, die man im Mittelalter benutzte um die vermeintliche Rezeptur zur Herstellung von Gold zu verschlüsseln, zeigte er hier. - Für ein Ausstellungsprojekt anläßlich der Kölner Photoszene 1998 benutzte der Künstler Zeichen aus der Fototechnik, um die inhaltliche Verbindung zur Ausstellungssituation herzustellen. - Als der bei Weimar gebürtige mit seiner Kunst in die thüringische Landesvertretung in Bonn eingeladen wurde, gedachte er der in diesem Bundesland gepflegten 400jährigen Tradition der Glasindustrie und untersuchte die alchimistischen Chiffren für die Grundelemente der Glasherstellung (Sand, Soda und Pottasche). - Vor einem Jahr hatte er Gelegenheit, ein Projekt für das Städtische Kramer-Museum in einem ehemaligen Franziskanerkloster in Kempen zu entwerfen und besann sich auf die Symbole der fünf großen Weltreligionen, die er dort zu einer piktographischen Ökumene zusammenführte. Ob geographische Symbole aus der Kartographie, steinzeitliche Piktogramme aus Höhlen, mathematische Zeichen oder die Codes eines Computerdatenflußplans - der historische, geographische und kulturelle Rahmen seines Interesses ist grenzenlos und erscheint angesichts der umfangreichen Materialsammlung für bislang unrealisierte Projekte, die Johannes Senf im Laufe der Jahre angelegt hat, kontinuierlich erweiterbar. Bei seiner Arbeit stößt er auf immer wieder neuartige, ihm selbst und erst recht seinen unkundigen Zeitgenossen oftmals unbekannte abstrakte semiotische Systeme, die er in ihrer formalen und inhaltlichen Besonderheit analysiert und interpretiert. Am Anfang eines jeden Projektes begibt sich Johannes Senf, noch bevor er konkrete Vorstellungen von der zu schaffenden Arbeit entwickelt, zunächst auf Spurensuche, um eventuelle Verbindungslinien zwischen Ort und Werk ausfindig zu machen und einzukreisen. Hat er sich für eine schlüssige Konzeption entschieden, so wird in einem nächsten Schritt deren Einbindung in die spezifischen räumlichen Bedingungen ins Auge gefaßt und geplant. In seinem Kölner Atelier entstehen dann die einzelnen Blätter, die im Ausstellungsraum schließlich zu einer mehrteiligen Wandinstallation zusammengefügt werden. Die Komponenten der für das spezifische Ausstellungsambiente erwählten Zeichenkonstellation überträgt der Künstler in einem gleichsam meditativen Malprozeß auf Papier. Dabei unterzieht er die einzelnen Zeichen formalen Transformationen, indem er sie in sich durchstrukturiert, abstrahiert oder auf ihre knappste Darstellungsform reduziert. Pro Zeichen entsteht ein quadratisches Blatt von 30 x 30, 50 x 50, oder, wie in der aktuellen Ausstellung, 70 x 70 cm. Vom Künstler als Teil eines übergeordneten Ganzen betrachtet, hält er beim Herstellen einer Bildserie stets bestimmte selbst gesetzte Regeln ein; die Grundform des Quadrats gehört dazu oder die gleichbleibende Breite der Linien, aus denen er seine Zeichen akkurat und präzise aufbaut. Der Malprozeß selbst geht schichtenweise vor sich, und so entstehen Schritt für Schritt immer dichtere,  homogene Farbflächen, von denen er die Gestalt der Zeichen klar und kontrastreich absetzt. Auch die einzelnen Farben können, wie wir am vorliegenden Projekt sehen werden, in einem inhaltlichen Bezug zur Konzeption stehen.

Das intelligenteste und segensreichste Zeichensystem der Menschheit ist zweifellos die Schrift – oder präziser gesagt: die verschiedenen Schriften, die sich im Laufe von etwa 5000 Jahren entwickelten, um Sprache abstrakt zu fixieren und über räumliche und zeitliche Distanzen hinweg zu kommunizieren. Die Faszination einer Schrift stand am Anfang von Johannes Senfs Zeichen-Projekt, und die Auseinandersetzung mit Schriftmaterial spielt seither eine herausragende Rolle in seiner Kunst. Die ersten historischen Versuche, Sprache aufzuschreiben, mündeten in piktographische Systeme aus hunderten von Bildern, die jeweils nur für sich sprechen. Darauf folgte eine idiographische Phase, in der syntaktische, also satzbildende Elemente aus den Bildzeichen destilliert wurden. Eine Fortentwicklung dieser frühen Schriftsprache war das Silbensystem, wie es z.B. die Keilschrift repräsentiert. Als dritte Phase erfolgte dann - vermutlich im 2. Viertel des 2. Jahrtausends v. Chr. im vorderen Orient - die bahnbrechende Erfindung des Alphabets, also eines Systems, welches für jeden Laut in einer Sprache ein Zeichen kreiert, typischerweise 22 bis 28 der Zahl. Dieses einfachste aller Schriftsysteme stellt aber zugleich das komplizierteste dar, da es die Bildung sämtlicher in einer Sprache vorhandener Begriffe und Aussagen mit einem kleinen Repertoire leicht erlernbarer Grundelemente ermöglichen muß. Mit der alphabetischen Schrift war erstmals ein Raum und Zeit überbrückendes Kommunikationsverfahren entstanden, welches sich zwischen den aktiven Polen Schreiber und Leser entfaltet. Nicht nur die neuartige Möglichkeit der schriftlichen Mitteilung als solche machte dieses Medium so brisant, sondern auch das dadurch sich verändernde Kommunikationsverhalten zwischen den Menschen und deren neuer, positivistisch-analytisch erfassender Blick auf die sachlich gegebene Wirklichkeit. Dabei waren die frühen Alphabete noch stark von den rituellen Handlungen geprägt, aus denen sie hervorgegangen waren.

Zu den ältesten alphabetischen Schriftsystemen gehört dasjenige, von dem sich noch heute der Begriff für unser Buchstabensystem ableitet: das semitische "Alphabet". Über dessen Herkunft existieren zwar keine eindeutigen Belege, doch wird als Ursprung das Phönizische angenommen, welches als erste Sprache über ein System aus 22 Buchstaben verfügte. Mit den phönizischen Schriftzeichen hatte sich Johannes Senf bereits 1996 befaßt. Für seine Ausstellung im Kunstverein Oerlinghausen hat Johannes Senf als Motiv die alte Hebräischen Quadratschrift gewählt und dadurch einen Bezug zur Geschichte des Gebäudes hergestellt, welches seit 25 Jahren den örtlichen Kunstverein beherbergt. Ehedem als Synagoge errichtet, war das Bauwerk bereits vor 1933 verkauft und dank dieses Umstands von den Zerstörungen der Nazis verschont geblieben. Johannes Senf möchte mit seiner Installation an die einstige rituelle und religiöse Bedeutung des Ortes erinnern und anknüpfen.

Über den unmittelbaren Ortsbezug hinaus verweist seine künstlerische Auseinandersetzung mit dem hebräischen Alphabet auch auf die herausragende Rolle von Schrift, Wort und Buch in der jüdischen Religion schlechthin, denn bekanntlich gründet die jüdische Religion auf Büchern, und die Schrift ist demnach unmittelbar mit Gott verbunden. Der rabbinischen Überlieferung zufolge soll Jahve die Zehn Gebote mit schwarzem auf weißes Feuer geschrieben haben - was übrigens in einer frühen Bilderschrift geschehen sein muß, da ein Alphabet zu Moses Zeiten noch nicht existierte. Bis heute wird die heilige Handlung durch das rituelle Schreiben der Thorarolle (die Fünf Bücher Moses) und der heiligen Bücher mit schwarzer Quadratschrift auf weiße Pergamenthaut von koscheren Tieren nachvollzogen und symbolisiert. Indem Gott kraft seines Wortes die Welt erschuf, wird das Wort - und mit ihm Sprache und Schrift - gleichsam identisch mit dem göttlichen Schöpfungsakt. In seinem Ausstellungstitel "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde" greift Johannes Senf die erste Zeile der Thora bzw. des Alten Testaments (Genesis Kap. 1, Vers 1) auf und erinnert so an das kreative Potential, welches der Schrift im Judentum zugesprochen wird. Seine für Oerlinghausen geschaffene Wandarbeit besteht aus den 22 Zeichen des hebräischen Alphabets, die ihn typographisch aufgrund ihrer quadratischen Grundgestalt auch formal besonders ansprachen. Als Untergrund dienen den Schriftzeichen Farbschichten aus Gelb, Rot und Grau, welche auf Papier aufgetragen und dann mit weißer - das mystische weiße Feuer assoziierender - Lasur überstrichen wurden. Das von den Farbschichten unterlegte Weiß soll aber vor dem geistigen Auge auch das Bild der Wüste als Ursprung und Heimat des jüdischen Volkes evozieren. Die Buchstaben selbst erscheinen in blauem Kolorit. Noch heute ist Blau, neben Weiß, die zweite der israelischen Nationalfarben. Ein alttestamentarisches Gebot (4. Moses, Kap. 15, Vers 38-41) forderte, daß in den Quasten der antiken jüdischen Gewänder auch ein blauer Schaufaden enthalten sein mußte, welcher seinen Träger stets an die Gebote Jahves gemahnen sollte. Bis ins Detail hat Johannes Senf die Gestaltung seiner Arbeit an der Geschichte und religiösen Bedeutung des Ortes ausgerichtet, und sein Ausstellungsprojekt für die ehemalige Synagoge in Oerlinghausen stellt die komplexe und beziehungsreiche Vorgehensweise des Künstlers exemplarisch unter Beweis. 22 schlichte, unspektakuläre Zeichen bieten nicht nur den Schlüssel zu einer der ältesten und schicksalsträchtigsten Sprachen der Welt. Sie bergen darüber hinaus eine Fülle an historischen und kulturellen Bezügen, die sich beim bedächtigen Betrachten langsam aus dem minimalen Anschauungsmaterial herauszuschälen beginnen.

Vilem Flusser, auf dessen Theorien sich Johannes Senf gerne bezieht, hat behauptet, daß die Schrift unwiderruflich im Begriff sei zu verschwinden in den virtuellen Tiefen der elektronischen Kommunikation. "Nur noch Historiker und andere Spezialisten werden in Zukunft schreiben und lesen lernen müssen", heißt es in seinem Buch "Die Schrift". Johannes Senf ist zweifellos der Typ eines solchen Spezialisten, der dem schleichenden Verschwinden und Aussterben der geschriebenen Sprache entgegenarbeitet, indem er seine Kunst als ein Reservat für sämtliche Zeichen dieser Welt zur Verfügung stellt.

Dr. Sabine Schütz                                                                                                                                                                                           Köln 2000
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